A. Exner: „Wem gehört der Acker?“

Welche Rolle spielen Kooperationsverhältnisse zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen in Form eines möglichst uneingeschränkten Zugangs zur Produktion und deren Produkte im Rahmen von Solidarischen Landwirtschaften und darüber hinaus? Der östereichische Ökologe, Publizist und Aktivist Andreas Exner hat zu dieser Frage wertvolle Perspektiven und Argumente skizziert. In seinem Artikel „Wem gehört der Acker?“ beschreibt er die unterschiedlichen Stufen der Kooperation und Bindung zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen und welche Bedeutung das für die betreffenden AkteurInnen hat. Exner sieht in solchen „Bündnissen“ und Kooperationsverhältnissen nicht zuletzt die „tendenzielle Aufhebung“ der aus der Warenproduktion resultierenden, strukturellen Konflikte und Interessensgegensätze zwischen Lohnabhängigen und BäuerInnen.

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T. Gitlin: „What the Occupy Wall Street Crackdown Can Teach Us About NSA Spying“

Der Professor für Jornalismus und Soziologie an der Columbia University in New York, Todd Gitlin, diskutiert die Rolle von InformantInnen und Agents Provocateurs aus historischer Perspektive sowie am Beispiel Occupy Wall Street Bewegung in den USA. Die Überwachung von Protestbewegungen sei nur die eine Seite verdeckter Ermittlungen. Sabotage, Störungen und Anstiftungen zur Gewalt mittels Agents Provokateurs die andere. Seine Schlussfolgerung: „How much official unintelligence is at work? How many demonstrations are being poked and prodded by undercover agents? How many acts of violence are being suborned? It would be foolish to say we know. At least equally foolish would be to trust the authorities to keep to honest-to-goodness police work when they are so mightily tempted to take the low road into straight-out, unwarranted espionage and instigation“ (Gitlin 2013).

 

What the Occupy Wall Street Crackdown Can Teach Us About NSA Spying

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N. Trenkle: „Die große Entwertung“

Norbert Trenkle, Autor und Mitherausgeber der Zeitschrift „Krisis – Kritik der Waren-gesellschaft“ hielt im Oktober 2015 einen Vortrag im Rahmen der „Tele-Akademie“ des SWR Fernsehen über die Ursachen der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise. Eine seiner zentralen, im Vortrag begründeten Thesen lautet: Die Ursachen der gegen-wärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise liegen nicht in der Aufblähung der Kredit- und Finanzspekulation selbst, sondern in grundlegenden strukturellen Problemen der kapitalistischen Warenproduktion, die mit Kapitalakkumulation, Verdrängung von Lohn-arbeit aus der „Realwirtschaft“ durch neue Computer- und Informationstechnologien sowie mit Überakkumulation und Überproduktion von Waren einhergehen.

 

N. Trenkle_ Die Große Entwertung

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